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Unternehmensgeschichte

News   •   Apr 01, 2014 17:01 CEST

Die Geschichte von Sony

Die erste Begegnung zwischen dem jungen Physiker Akio Morita und dem Ingenieur Masaru Ibuka fand während des zweiten Weltkriegs im Rahmen eines Forschungskommitees statt. Die zwei Männer wurden trotz des mehr als zwölfjährigen Altersunterschieds enge Freunde. Vor Ende des Krieges trennten sich ihre Wege jedoch wieder, und sie verloren den Kontakt.

Ein neues Unternehmen

Masaru Ibuka kehrt im September 1945 in das Nachkriegs-Tokio zurück. Aus einem Büro im dritten Stock des Shirokiya-Kaufhauses gründet er mit einer kleinen Gruppe von Ingenieuren ein neues Unternehmen namens Tokyo Tsushin Kenkyujo (Tokyo Telecommunications Research Institute) oder kurz Totsuken.

Nach dem Krieg sind die Japaner ganz wild auf Nachrichten aus aller Welt, sodass die Nachfrage nach Radios schlagartig ansteigt. Viele Menschen besitzen vom Krieg beschädigte Radios oder Geräte, bei denen die Kurzwelleneinheit vom Militär abgeschaltet wurde, um den Empfang feindlicher Propaganda zu verhindern. Totsuken repariert diese Radios und stellt Kurzwellenadapter her, mit denen Mittelfrequenzeinheiten in Allwellen-Empfänger umgewandelt werden.

Die Kurzwellenadapter erregen bald großes Aufsehen, und sogar Japans führende Zeitung, Asahi Shimbun, veröffentlicht einen Artikel über die große Popularität des Produkts. Die Nachfrage nach den Kurzwellenadaptern steigt weiter an.

Eine wichtige Wiedervereinigung

Der Artikel in der Asahi Shimbun wird auch von Akio Morita gelesen, dem jungen Physikerfreund Ibukas aus Kriegszeiten. Als Morita im Artikel über Ibukas Namen stolpert, schreibt er dem älteren Ingenieur, der sofort antwortet und Morita drängt, nach Tokio zu kommen und als Geschäftspartner bei Totsuken einzusteigen. Da Morita eine Stelle als Dozent am Tokyo Institute of Technology angeboten wurde, zieht er sofort nach Tokio, um die alte Freundschaft wiederzubeleben.

Von Totsuken zu Totsuko

Am 7. Mai 1946 gründen die wiedervereinten Geschäftspartner Ibuka und Morita ein neues Unternehmen für elektrische Geräte, die Tokyo Tsushin Kogyo K.K. (Tokyo Telecommunications Engineering Corporation), auch bekannt als Totsuko.

Die Partner investieren das Äquivalent von 190.000 ¥ (rund 1.400 €) in Totsuko und fangen mit einer Belegschaft von 20 Leuten ohne Maschinen und mit nur wenig wissenschaftlicher Ausrüstung an. Das Hauptgeschäft von Totsuko besteht im Umbau von Radios sowie der Herstellung von Vakuumröhren-Spannungsmessern, die sie schon bald in größerer Stückzahl an Regierungsbehörden liefern.

1950 bringt Totsuko Japans ersten Kassettenrekorder auf den Markt, den „G-Type“. Dabei handelt es sich um ein ganz neuartiges Verbrauchergerät, mit dem zum ersten Mal aufgezeichnet, gespeichert und abgespielt werden kann. Dies wird die erste von vielen Innovationen im Bereich Kassettenaufnahme- und -wiedergabetechnologie sein, die das Unternehmen ab den 50er Jahren produziert.

In den frühen 1950ern beginnt Totsuko das Potenzial für neue Transistortechnologien zu erkennen und umzusetzen, was 1952 zu einer Patentanmeldung führt – vier Jahre nach der ursprünglichen Erfindung durch Totsukos Mutterkonzern Western Electric. 1954 führt Iwama-san, ein Mitglied von Totsukos Vorstand, eine Forschungsdelegation aus der Transistorentwicklung in die Vereinigten Staaten, um die Fabrik von Western Electric zu besuchen. Iwama-sans Bericht spornt Totsuko an, Transistorradios zu entwickeln – eine Innovation, die den Weg für Siliziumhalbleiter und Fernsehtechnologien bereitet.

Eine einzigartige Vision

Ibuka und Morita dachten von Anfang an global und wollten Totsuko auf der ganzen Welt etablieren. Ihre wahre Vision war es, Produkte zu entwickeln, zu entwerfen und herzustellen, die ganz neue Märkte schaffen – nicht nur in Japan, sondern auf der ganzen Welt.

Um ihr Unternehmen auf Schlüsselmärkten in den USA und Europa zu expandieren, benötigten sie eine globale Identität und Marke, die kulturelle Grenzen überschreiten. Da Totsuko für viele aus der westlichen Welt schwer auszusprechen war, begannen sie über einen neuen Namen nachzudenken. Zunächst fassten Sie TTK – die Unternehmensinitialen – ins Auge, allerdings war dies schon der Name der japanischen Bahngesellschaft. Eine andere Alternative war „Tokyo Teltech“, bis Morita feststellte, dass bereits ein amerikanisches Unternehmen mit dem Namen „Teltech“ existierte.

Der Klang eines neuen Konzepts

Der Name „Sony“ verbindet zwei Konzepte miteinander. Er setzt sich zusammen aus dem lateinischen Wort „sonus“, das den Stamm von Wörtern wie „Sound“ und „sonic“ (Schall) bildet, und dem Begriff „Sonny Boy“, der damals in Japan gern zur Bezeichnung eines jungen Menschen mit freiem Pioniergeist verwendet wurde.

Der neue Name symbolisierte auf ideale Weise das Selbstverständnis des Unternehmens als eine Gruppe junger Menschen, die die nötige Expertise und Begeisterung besaßen, um uneingeschränkt kreativ sein zu können.

Morita besteht darauf, dass alle Produkte und Verpackungen deutlich den neuen Sony Namen tragen, um der Marke mehr Präsenz und Wirkung zu verleihen. 1955 geht das erste Produkt unter der Sony Marke in den Verkauf – das TR-55 Transistorradio – 1957 gefolgt vom taschengroßen TR-63, dem weltweit kleinsten Radio. 1958 schließlich ändert Totsuko den Namen offiziell in Sony Corporation um.

Innovation auf Innovation

Was die 1950er für Radio- und Kassetteninnovationen waren, sind die 1960er für Fernseh- und Videotechnologien. 1960 bringt Sony den TV8-301 auf den Markt, den weltweit ersten tragbaren Transistorfernseher, 1968 den ersten Trinitron-Farbfernseher, 1971 das Farbvideogerät und 1975 den Betamax-Videorekorder.

1968, im selben Jahr, in dem Sony den Trinitron auf den Markt bringt, bauen Ingenieure ein Trinitron-Modell mit 100-Zoll-Bildschirmdiagonale und Flachbildschirmtechnologie – das Sony Color Video Panel – das im Sony Gebäude im Tokioter Stadtteil Ginza ausgestellt wird. Es handelt sich um den weltweit größten Fernsehempfänger mit der ersten LED-Anzeige – eine visionäre Erfindung, 40 Jahre vor ihrer Zeit.

1979 produziert Sony den weltweit ersten tragbaren Musikplayer, den Walkman. Ein Produkt, das die Art und Weise des Musikhörens fundamental verändert. 1982 bringt Sony den ersten CD-Player der Welt heraus, 1995 den ersten digitalen Videocamcorder, 2003 den Blu-ray Disc Rekorder der nächsten Generation und 2004 die weltweit erste HD-Digitalvideokamera.

Auch die 2000er Jahre waren geprägt von Innovationen wie den neuen Cyber-shot Digitalkameras, PlayStation Spielekonsolen, VAIO Computern, BRAVIA HD Fernsehern und Home Entertainment-Systemen. Diese digitalen Produkte läuten eine neue Ära der konvergierenden Technologien ein, die nahtlos miteinander kombiniert werden können, um das tägliche Leben zu bereichern.

Die Zukunft beginnt heute

2012 enthüllt Sony einen der ersten 4K Ultra HD-Fernseher, mit der vierfachen Auflösung und Detailtiefe von HD, der die Grenzen herkömmlichen Fernsehens überschreitet. Ein ähnliches Pionierereignis wie die Vorstellung des Trinitron-Modells 44 Jahre zuvor.

Sony strebt beständig danach, Technologien weiter voranzubringen. Die Geschichte von Sony ist von zahlreichen Innovationen geprägt, technologischen Durchbrüchen, die in die Geschichte eingingen und die Alltagskultur neu definierten. Dies ist zweifellos auf die beiden Visionäre Akio Morita und Masaru Ibuka und ihr Unternehmensethos – Dinge zu tun, die bisher noch nicht getan wurden – zurückzuführen.

Sonys Glaube an die Macht der Vorstellungskraft und Kreativität – und der Wille genau danach zu handeln – hat sich nicht nur in der Vergangenheit bewährt, sondern ebnet auch den Weg in die Zukunft.

Erfahren Sie mehr zu den Innovationen von Sony. Besuchen Sie die Seiten zur Geschichte der Sony Corporation